{"id":4050,"date":"2024-01-10T12:43:19","date_gmt":"2024-01-10T12:43:19","guid":{"rendered":"https:\/\/wonnerthdejaco.com\/exhibition\/the-mountain-in-front-of-our-windows\/"},"modified":"2024-03-17T20:20:51","modified_gmt":"2024-03-17T20:20:51","slug":"the-mountain-in-front-of-our-windows","status":"publish","type":"exhibition","link":"https:\/\/wonnerthdejaco.com\/de\/exhibition\/the-mountain-in-front-of-our-windows\/","title":{"rendered":"Der Berg vor unserem Fenster"},"content":{"rendered":"<p>Mit: Daniel Ferstl, Philipp Fleischmann, Katharina H\u00f6glinger, Belinda Kazeem-Kami\u0144ski, Axel Koschier, Robert Lettner, Thea Moeller, Georg Petermichl, Ellen Schafer, Constanze Schweiger, Saskia Te Nicklin, Maja Vukoje<\/p>\n<p>2024, mit der Hoffnung auf den gemeinsamen Blick oder auf das <em>miteinander auf etwas blicken<\/em>:<\/p>\n<p>Es ist ein Gest\u00e4ndnis, dass mir die umliegenden Dinge oft zu wenig vertraut sind, weil ich schon so an ihre Pr\u00e4senz gew\u00f6hnt bin und dabei vielleicht vergesse, genau hinzuschauen. Oder sie werden von denen \u00fcbert\u00f6nt, die sich im Alltag ganz von allein in den Vordergrund stellen.<\/p>\n<p>Ich war nerv\u00f6s. \u2028(Weil ich mich vor Erwartungen und Urteilen f\u00fcrchte.)<\/p>\n<p>Nach der Ausstellung <em>All Work and Time and Care<\/em>, die ich im Sommer in Cluj kuratiert habe, entstand die gemeinsame Idee, dass ich in der Galerie in Wien eine Nachfolgeausstellung machen k\u00f6nnte. Sozusagen <em>All Work and Time and Care 2.<\/em> Diese Wortfolge war in meinem Kopf auf <i>repeat<\/i> nachdem ich das Buch von Alva Gotby \u201eThey Call it Love: The Politics of Emotional Life\u201c zu lesen begonnen habe. Es geht grob um die Liebe und wie auch Liebesbeziehungen unsichtbare Arbeit an der Gesellschaft sind, und ich dachte mir: gibt es wirklich nichts mehr, das keine Arbeit ist? Wir agieren aber in gesellschaftlichen Gef\u00fcgen, f\u00fcr die gegenseitige Zeit, Arbeit und F\u00fcrsorge auch wichtig sind. Es ist also vor allem die Frage, wie man sie am besten auf-, ein- und umverteilt.<\/p>\n<p>Ich kam mir radikal vor. (Und im selben Moment das Gegenteil.)<\/p>\n<p>Von einer Galerie vertreten zu werden und institutionelle Sichtbarkeit zu erlangen ist f\u00fcr viele K\u00fcnstler*innen (uns) stark verbunden mit der Erwartung an ihre berufliche Entwicklung. Das kann sowohl f\u00fcr den finanziellen Erfolg, aber auch f\u00fcr die reale und gef\u00fchlte Wertsch\u00e4tzung von Bedeutung sein. Jetzt sind wir da also mit unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen, Erfahrungen und \u2013 wichtig \u2013 unterschiedlichem sozialen Kapital.<\/p>\n<p>Und dann stehst du mit mir in Freundschaft, in Bewunderung, in loser Verbindung, in Konkurrenz. Ich stehe dort auch mit dir. Ich freue mich f\u00fcr dich. <em>meistens<br \/>\n<\/em><br \/>\nAuch in der Kunstwelt sind Beziehungen und Verbindungen relevant f\u00fcr Positionierung und Weiterkommen. Was hier speziell ist, es wird kaum unterschieden zwischen beruflich und privat, auch weil ich es selber nicht immer kann. K\u00fcnstler*in sein wird weitgehend als Berufung und nicht Beruf behandelt, das dient vor allem der Erhaltung eines elit\u00e4ren und vom Staat sparsam behandelten Systems. F\u00fcr wenige bedeutet das gro\u00dfen sozialen und finanziellen Erfolg, f\u00fcr einige irgendwas dazwischen und f\u00fcr viele ein ewiges Prekariat.<br \/>\nIn dieser Erz\u00e4hlung befinden wir uns alle gemeinsam. <em>Hi there!<\/em><\/p>\n<p>Ich f\u00fchlte mich als F\u00fcrsprecherin. (Und auch eine, die etwas sucht, von dem sie nicht genau wei\u00df, was es ist.)<\/p>\n<p>Im Kontext der Galerie begleitet mich die Frage, wie die einzelnen K\u00fcnstler*innen zu den Werken und Pers\u00f6nlichkeiten ihrer Kolleg*innen stehen. Was mich dabei auch interessiert, ist, inwieweit die Arbeiten und Positionen aufeinander einwirken und die Au\u00dfenwahrnehmung gegenseitig einf\u00e4rben. Die Entscheidung, eine Ausstellung mit allen K\u00fcnstler*innen aus dem Programm zu kuratieren, erm\u00f6glicht mir, Verbindungen herzustellen, gemeinsame Interessen zu betonen, die Arbeiten in einen Dialog und ganz einfach in Gesellschaft zu bringen.<\/p>\n<p>Ich wollte mir die Zeit nehmen. (von den anderen und von mir, f\u00fcr die anderen und f\u00fcr mich)<\/p>\n<p>Immer und immer wieder malte Etel Adnan den <em>Berg<\/em>, den sie von ihrem Fenster aus sehen konnte. Und als sie woanders war, vermisste sie ihn.<\/p>\n<p>Ich fand die Idee s\u00fc\u00df, <em>I like it, it likes me.<\/em><\/p>\n<p>K.H.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"featured_media":4047,"template":"","categories":[17],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wonnerthdejaco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/exhibition\/4050"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wonnerthdejaco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/exhibition"}],"about":[{"href":"https:\/\/wonnerthdejaco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/exhibition"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wonnerthdejaco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4047"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wonnerthdejaco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4050"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wonnerthdejaco.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4050"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}